Adaptavates Gründertagebuch – Teil VIII

 

Vor etwa zwei Monaten hattest du deinen eigenen Stand auf der „Materials 2017”, eine auf Architekturmaterialien, Bau und Design fokussierte Konferenz und Ausstellung. Welche neuen Erfahrungen konntest du sammeln, als du mit deinem Start-up bei so einem großen Event vertreten warst?

Für Firmen, die neue Produkte auf den Markt bringen, ist es immer hilfreich mit den Verbrauchern zu interagieren. In unserem Fall sind dies die Arbeiter in der Industrie, die Materialien für Projekte auswählen und zur Weiterverarbeitung bereitstellen. Die Spezifikationskette der Bauindustrie ist teils schwer zu verstehen  und auch zu lenken. Veranstaltungen wie die Materials 2017 helfen, direkt mit den Einflussnehmern und involvierten Personen bei der Spezifizierung von Materialien in der Architekturbranche in Kontakt zu treten. Es ist enorm wichtig zu lernen, welche Rolle dein Produktim Markt einnehmen kann – also besser zu verstehen, wo das Produkt am besten passt. Wir haben auch einige Stakeholder eines großen Projekts, auf das wir hin arbeiten, willkommen geheißen… aber darüber können wir im Moment noch nicht zu viel verraten!

 

Vor zwei Jahren hast du dich für den Green Alley Award beworben – und du hast gewonnen. Was waren seitdem die wichtigsten Schritte für euch?

Vor zwei Jahren…echt! Wow, die Zeit fliegt! Die Meilensteine folgten dicht aufeinander und schnell. Wir haben unser Produkt Breathaplasta auf den Markt gebracht. Das hat uns ermöglicht, auf eine andere Weise mit der Industrie in UK zu interagieren. Es macht einen riesigen Unterschied, deine Firma von „F+E und Konzept“ auf „betriebsfähig“ umzustellen! Aber es war wirklich toll, die Gespräche mit den Stakeholdern der Industrie bezüglich Breathaplasta zu starten und damit den Weg für den größeren Bruder zu ebnen: Breathaboard! Ein weiterer Meilenstein: Wir wurden für die Sanierung der Bürogebäude des UK Green Building Councils in Zentral London ausgewählt. Hier handelte es sich um ein Multi Stakeholder Projekt, das vom Hauptbauunternehmer geleitet wurde. Es zeigt, wie Breathaboard und Breathaplasta erfolgreich verwendet werden können. Schließlich wurden sie so designt,  dass sie, ebenso wie reguläre Materialien, präzisiert und verbaut werden können.  Mittlerweile wird Breathaboard sogar in Videos erwähnt – hier  zum Beispiel.– Minute vier.

 

Was sind deine kommenden Pläne für die folgenden Monate?

Wir nähern uns einem wirklich entscheidenden und spannenden Teil unserer linearen Prozessentwicklung von Breathaboard. Wir machen erhebliche Fortschritte hinsichtlich der Skalierung der Wiederverwendung von Breathaboard und dies beweist die Skalierbarkeit unseres Produkts und die Wirkung, die es in der Bauindustrie haben kann. Durch die Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Zentrum für Fertigungstechnologie in Conventry, haben sich einige Veränderungen ergeben und das ist auch für die nächsten 6-9 Monate angesetzt. Wir suchen nun aktiv danach, mit Firmen, die Interesse an einer Produktion oder Partnerschaft haben. Ziel ist es, die spannende und zugleich wirtschaftliche Chance von Breathaboard in Europa zu nutzen – wenn du also jemand Geeignetes kennst – gib gern meinen Kontakt weiter!