Green City Solutions Gründertagebuch – Teil III

 

Start-ups, die mit ihrem Pitchdeck glänzen, müssen sich in der Regel erneut live auf der Bühne vor Publikum und Jury behaupten. Was kannst du Start-ups hier mit auf den Weg geben? Wie bereitest du dich auf einen Live-Pitch vor?   

Egal wie oft und vor welchem Publikum ich pitche, ich bin vor 30 Leuten genauso aufgeregt wie vor 500. Die Aufregung kann helfen, denn die Jury und das Publikum merken sofort, wenn ihr einen auswendig gelernten Text ohne Enthusiasmus vortragt. Manchmal lähmt sie einen aber auch, und dagegen gibt es ein paar kleine Tricks. Kontrolliert eure Atmung, denn oft ist der Grund für die Aufregung ein erhöhter Kohlendioxid-Gehalt im Körper. Unter Anspannung tendiert man auch mal dazu, den Text zu vergessen, deswegen ist gerade der Anfang für jede einzelne Folie extrem wichtig. Selbst wenn ihr ins Stocken geratet, wenn ihr zur nächsten Folie wechselt und dort wieder euren Faden findet, ist alles wieder im Lot.

 

Falls ihr ein physisches, handliches Produkt habt, lohnt es sich immer, es mit auf die Bühne zu nehmen. Damit könnt ihr der Jury und dem Publikum besser verdeutlichen, was eure Idee ist und wie weit ihr schon mit der Umsetzung seid. Ansonsten werdet ihr immer auf eure Slides in Form einer Power Point-, Keynote- oder PDF-Präsentation angewiesen sein.

 

Mein persönliches Geheimrezept ist, gleich mit einem Knall einzusteigen, indem ihr versucht, euer Publikum irgendwie aufzuschrecken oder zum Lachen zu bringen. Wenn ihr wisst, wer euch zuhört, könnt ihr versuchen, einen direkten Bezug des Problems zu ihnen herzustellen. Wenn mich etwas direkt tangiert und ihr auch noch eine Lösung dafür gefunden habt, die mich überzeugen kann, dann verdient ihr auch meine Unterstützung. Und schließlich ist da noch der starke Abgang, um in Erinnerung zu bleiben. Wie ihr das macht, ist aber euch überlassen.

 

Viel Erfolg auf der Bühne und hoffentlich erlebe ich bald noch mehr erfolgreiche Startups wie letztes Jahr, die etwas Weltbewegendes umsetzen.