Im Gespräch mit Fabian von bootstrapping.me

  

Ein eigenes Unternehmen zu haben, ist wie ein Boxkampf mit unendlich vielen Runden.

  

Das sehen auch wir täglich bei Green Alley. Umso wichtiger ist es, sich als Start-up nicht unterkriegen zu lassen. Wir haben bei Fabian nachgefragt, welche Ratschläge er Start-ups mit auf den Weg geben möchte.
Als erstes, nicht aufgeben – einfach kämpfen! Es wird schwarze Tage geben, es wird bessere Tage geben. Einfach nicht aufgeben. Wer nicht aufgibt, kommt immer irgendwie ans Ziel. Ein Start-up ist eben ein Marathon vielen Sprints dazwischen. Oder wie ich auch gern sage: ein eigenes Unternehmen zu haben, ist wie ein Boxkampf mit unendlich vielen Runden. Man muss jede Runden gewinnen, denn aufgeben ist keine Option. Ihr müsst einfach ins kalte Wasser springen, denn wer zu lange nachdenkt, der wird nie den Mut haben loszulegen.

  

Es ist heutzutage günstiger und einfacher denn je, eine Firma zu gründen.

    
Heutzutage rückt das Thema Umweltbewusstsein immer mehr in den Vordergrund, gesellschaftlich ebenso wie wirtschaftlich. Passen diese beiden Begriffe für dich zusammen?
Ja, natürlich, denn ein Unternehmer muss langfristig denken. Wer also visionär denkt, wird auch auf die Antwort kommen, dass nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltiges Leben sehr wichtig sind. Wer ein langes Leben möchte, der muss auch nachhaltig leben können. Wer seinen Kindern später etwas bieten will, sollte sich eben Gedanken um die Umwelt machen. Sicher ist grün Leben meist teurer, es steht also im Kontrast zur Profitmaximierung, die man gerne anstrebt. Deshalb meine ich, Unternehmer und Grün, passt zusammen. Konzerne und Grün hingegen selten, denn Konzerne optimieren auf Quartalsziele und genau das ist nicht nachhaltig.

  
Jedes Blog ist geprägt durch seinen Autor, seine Erfahrung, aber auch durch seine Motivation. Was ist deine Motivation?
Begleitet hat mich das Blog über all meine Lebensphasen hinweg, als VC, Gründer, gründender VC. Mittlerweile zähle ich über 100.000 Leser. In den letzten Jahren habe ich immer regelmäßig geschrieben, sicherlich an die 150 bis 160 Artikel verfasst und muss sagen, ich kriege immer konstant Feedback dazu.
Von den Lesern bekomme ich recht viele Anfragen – sie finden mich über Keywords in Google und kommen quer aus Deutschland und haben Fragen. Was ist ein Termsheet, wie findet man Mitgründer, wie gewinnt man Investoren? All das sind Fragen, die sie haben und über diese finden sie mich auch und bleiben so an meinem Blog hängen. Unter meinen Lesern finden sich 17-Jährige Schüler, die gründen wollen bis hin zu erfahrenen Managern – eine bunte Mischung also und ein Querschnitt der deutschen Unternehmer. Mit dem Schwerpunkt auf Menschen, die gründungsinteressiert sind, natürlich. Ich bin auch recht viel in Kontakt mit meinen Lesern, u.a. biete ich zum Beispiel an, ihnen kostenlos Feedback zu ihren Businessplänen zu geben. Mir ist aufgefallen, dass sich eher Start-ups an mich wenden, die nicht aus Berlin sind – also solche, die ohne Hubs sind und sich Infos aus dem Internet holen.