Im Interview mit Ron Immink, Schirmherr des Green Alley Awards 2017

 

Ron, wie kommt es, dass du in der Start-up Welt arbeitest und dich für Themen wie die Circular Economy interessierst?

Seit ich 19 Jahre alt bin, bin ich Unternehmer. Damals habe ich an der Universität US-Versionen von Schulbüchern verkauft und somit das Holländische Kartell umgangen. In meinem ersten Jahr habe ich einen Umsatz von 65,000 niederländischen Gulden (ca. 30 000 EUR) erwirtschaften können.

 

Außerdem habe ich Entrepreneurship an der Universität studiert. Es handelte sich um einen der ersten Pilot-Studiengänge, der auf Universitätsniveau Unternehmertum lehrte. Siebzig Prozent Praktikum, 30 Prozent Theorie – ich habe es geliebt!

 

Nach meinem Abschluss habe ich mein zweites Business gegründet – scheiterte dabei allerdings auf ganzer Linie. Anschließend habe ich nochmal begonnen, dieses Mal unterstützte ich Start-ups bei der Unternehmensgründung. Ich war also sozusagen Unternehmer im Unternehmertum.

 

Seitdem war ich in den Bereichen Beratung, Training, Verlagswesen, Bildung, Innovation, Technologietransfer, Social Media und Digitalisierung tätig. Ich schrieb einige Business-Bücher, habe eine Firma verkauft und war einigermaßen erfolgreich. Die meisten Firmen bei denen ich tätig war, haben Berührungspunkte mit der Unterstützung von Existenzgründern.

 

Eine meiner Firmen, Bookbuzz, unterstützt Organisationen dabei, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen, indem die Ansichten der besten Business-Denker mit der kollektiven Weisheit der Organisation kombiniert werden. Das Ergebnis: eine umfassendere, reichhaltigere Plattform für Kreativität, Innovation und Strategie.

 

All das bedarf einen Blick in die Zukunft. An dem Thema Klimawandel kommt man nicht vorbei – Organisationen müssen sich früher oder später damit beschäftigen. Ich selbst habe zwei Kinder und will, dass sie eine Zukunft haben.

 

Als mich Sustainable Nation also gefragt hat, ob ich ihr Entrepreneur in Residence werden möchte, habe ich diese Chance sofort ergriffen. So etwas ist von großer Bedeutung. Zudem ist dies der größte Hotspot an Möglichkeiten, den ich jemals gesehen habe. Die perfekte Mischung aus Regulierungsdruck, Risiko und Verbraucherherrschaft, größer noch als das Internet.

 

 

Dieses Jahr bist du zum ersten Mal Teil des Green Alley Awards. Was erwartest du vom Green Alley Award 2017?

Zum einen erhoffe ich mir, viele interessante und begeisterte Menschen zu treffen und zum anderen möchte ich möglichst viele spannende Ideen hören. Es wäre toll, wenn unter ihnen auch einige Start-ups mit skalierbaren Geschäftsmodellen wären, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Ron, du bist neben weiteren Experten aus der Cirular Economy neben deiner Funktion als Schirmherr auch Jury-Mitglied des Green Alley Awards 2017. Worauf freust du dich besonders? Und hast du noch einen Tipp für Start-ups, die sich bewerben wollen – worauf sollten sie achten?

Ich freue mich schon sehr darauf, meine Jury Kollegen kennenzulernen. Eine sehr beeindruckende Gruppe. Mein Tipp? Nichts wie ran! Wettbewerbe und Auszeichnungen sollten für jedes Start-up Teil des Marketings sein. Außerdem sind Veranstaltungen wie der Green Alley Award wunderbare Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und sich zu verkaufen. Ihr könntet die nächsten Green City Solutions (Gewinner des Green Alley Awards 2016) sein.