Green City Solutions aus Dresden gewinnt Europas Gründerpreis der Circular Economy

 

Idee zur Luftreinigung in Städten setzt sich gegen Konkurrenz durch

Das deutsche Start-up Green City Solutions überzeugte gestern Abend in Berlin die internationale Fachjury des Green Alley Awards 2016, Europas erstem Gründerpreis für Start-ups der Circular Economy. Green City Solutions hat eine Mooswand mit einer IoT-Technologie kombiniert, die für saubere Luft sorgt und urbane Hitze reduziert. Der „CityTree“ absorbiert jährlich rund 100 Kilogramm CO2 und übernimmt das, wofür normalerweise 275 Bäume nötig wären. Eingesetzt wird er bereits in Europa und Asien. Das Start-up wurde mit einem Paket aus Sach- und Dienstleistungen in Höhe von bis zu 30.000 Euro belohnt. Insgesamt präsentierten sich sechs Finalisten aus Deutschland, Finnland, Frankreich, und UK in Live-Pitches vor Jury und Publikum.

 

„Green City Solutions hat sich durchgesetzt, weil sie mit ihrer Idee eine der größten Umweltrisiken der Menschheit adressieren. Sie bieten mit ihrer Installation eine komplett neue und wirkungsvolle Lösung an, die zudem weltweit einsetzbar ist. Darüber hinaus hat das Team von Green City Solutions sein Geschäftsmodell sehr kompetent und klar präsentiert“, sagt Jan Patrick Schulz, Geschäftsführer der Green Alley Investment GmbH.

 

„Die Jury hat sich auch für Green City Solutions entschieden, weil es moderne IoT-Technologie mit Ökosystemleistungen kombiniert. Das Modell ist gut umsetzbar und die Geschäftsidee skalierbar. Beide Faktoren spielten bei der Entscheidung für den Gewinner eine wesentliche Rolle. Potential haben aus meiner Sicht aber alle Ideen. Ich wünsche allen Start-ups weiterhin viel Erfolg und bin mir sicher, dass sich geeignete Investoren für ihre Geschäftsmodelle finden werden“, sagt Naomi Climer, ehemalige Präsidentin und Mitglied der britischen Institution of Engineering and Technology (IET) und Schirmherrin des Green Alley Awards 2016.

 

Vor den Live-Pitches trafen die sechs Finalisten tagsüber in Workshops auf Experten aus Industrie und Abfallwirtschaft und konnten gemeinsam mit ihnen weiter an ihren Geschäftsideen arbeiten.

 

Die Keynote hielt Jonne Hellgren, CEO von RePack, der von seinen Erfahrungen als Gründer berichtete. Den anwesenden Start-ups empfahl er, sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen und dem eigenen Instinkt zu folgen. RePack, Gewinner des Green Alley Awards 2014, expandiert mit seinem Geschäftsmodell derzeit auf den deutschen und niederländischen Markt.

 

Im Rahmen der abendlichen Preisverleihung fand auch ein Panel unter dem Titel  „The death of business as ususal?“ statt. Diskutiert wurde über die Frage, inwiefern etablierte und junge Unternehmen voneinander lernen können, wenn es um die ambitionierte Umsetzung einer Circular Economy geht. An der Diskussion nahmen Kieren Mayers (Leiter von Umwelt- und Technologie Compliance bei Sony Interactive Entertainment Europe), Dr. Maja Göpel (Leiterin des Berliner Büros des Wuppertal Institutes) und die CEOs der Start-ups Adaptavate (Tom Robinson, Gewinner des Green Alley Awards 2015) und kaputt.de (Moritz Zyrewitz, Finalist des Awards 2014), teil.

 

Seit 2014 zeichnet Green Alley als Tochterunternehmen der Landbell AG jährlich Ideen rund um das Thema Abfall und Ressourcenmanagement mit dem Green Alley Award aus. Partner des Awards sind die Crowdfunding-Plattform Seedmatch, das Londoner Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures und die European Recycling Platform (ERP) Finnland.

 

Insgesamt gingen beim dritten Green Alley Award fast 200 Bewerbungen aus 52 Ländern ein. Der Gewinner Green City Solutions erhält neben dem Paket aus Sach- und Dienstleistungen auch die Chance auf Förderung durch Investment.

 

Weitere Informationen zum Green Alley Award, zu allen Finalisten sowie Bildmaterial zum Download auf www.green-alley-award.com

 

Über den Green Alley Award

Der Green Alley Award wird jährlich an europäische Gründer und Start-ups der Kreislaufwirtschaft verliehen. Ausrichter des Green Alley Awards ist ein Netzwerk aus Partnern der internationalen Circular Economy und der Europäischen Gründerszene. Mit Deutschlands Crowdfunding-Pionier Plattform Seedmatch schloss sich Initiator und Circular Economy Investor Green Alley bereits 2014 zusammen. Als weiterer Partner hat sich auch das britische Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures für technologieorientierte Start-ups im Umwelt- und Sozialbereich etabliert. Als Lead-Partner ist in diesem Jahr die European Recycling Platform (ERP) Finnland, ein Rücknahme- und Recycling-Dienstleister für Elektroaltgeräteschrott und Batterien, an Bord. 

 

Pressekontakt

DWR eco GmbH
Doreen Rietentiet
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